dresden-blog.com Alle Informationen rund um Dresden

Merck Finck: “Inflationsanstieg – wenig Grund zur dauerhaften Sorge”

[Gesamt: 0   Durchschnitt:  0/5]

Die aktuellen Inflationszahlen für Juli zeigen, dass die Teuerung weiter voranschreitet. In Deutschland kletterte die Inflation auf 3,8 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit 28 Jahren. In den USA liegt die Teuerungsrate seit Juni erstmals seit 13 Jahren wieder im Fünf-Prozent-Bereich. „Auch wenn die Inflationsraten vorerst hoch bleiben dürften, werden sie aus unserer Sicht allerdings eher eine vorübergehende Erscheinung sein“, schreibt Robert Greil, Chefstratege bei der Privatbank Merck Finck, im aktuellen Marktkommentar „Blitzlicht“. Spätestens ab Anfang 2022 sollte die Teuerung wieder nachlassen.

Haupttreiber der beschleunigten Inflation auf beiden Seiten des Atlantiks bleiben vorübergehende Effekte, so Greil. In den USA seien dies überwiegend durch hohe Nachholeffekte ausgelöste Preissprünge, etwa am Fahrzeugmarkt oder bei Dienstleistungen aus den Bereichen Tourismus und Gastronomie. Auch die im Zuge der wieder anspringenden Konjunktur gestiegenen Rohstoffpreise spielten eine wichtige Rolle. Speziell in Deutschland kommt zu diesen Effekten gerade bei den Energiepreisen zusätzlich noch der Basiseffekt aus der temporären Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 hinzu.

„Im Zuge der von uns erwarteten anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft sollten Nachholeffekte und daraus resultierende Engpässe sukzessive zurückgehen und damit beruhigend auf die Preisentwicklung wirken. So stieg die US-Inflation im Vergleich zum Vormonat nach 0,9 Prozent noch im Juni im Juli nur noch um 0,5 Prozent. Zudem laufen die Basiseffekte nach und nach aus. Vor allem aber sehen wir keinen nachhaltigen Lohndruck nach oben und damit auch keine große Gefahr einer anhaltenden Lohn-Preis-Spirale.

Auf Sicht der kommenden zwei Jahre sehen wir die Inflation in den USA im nächsten Jahr bei 2,3 Prozent und 2023 bei 2,1 Prozent. In der Eurozone rechnen wir dann mit einer Inflationsrate von jeweils 1,4 Prozent“, schreibt Greil abschließend. (DFPA/JF1)

Quelle: Merck Finck „Blitzlicht“

Merck Finck a Quintet Private Bank (Europe) S.A. branch hat ihren Sitz in München. Mit Mitarbeitern an 16 Standorten in ganz Deutschland verwaltet sie rund zehn Milliarden Euro an Kundengeldern. Merck Finck ist Teil des Privatbankverbunds Quintet Private Bank (Europe) S.A. (vormals KBL European Private Bankers) in Luxemburg.

www.merckfinck.de

von
dresden-blog.com Alle Informationen rund um Dresden

Archiv